5 Minuten - Politik
Veröffentlicht am 08.06.2018, 14:23

Zahlreiche Oberkärntner Gemeinden kämpfen derzeit mit verschmutzten Trinkwasser. Wie bereits berichtet, haben die Unwetter der letzten Tage zu den Verschmutzungen geführt. Der betroffenen Bevölkerung wird geraten, das Wasser mehrere Minuten lang abzukochen, um es genießbar zu machen. Dennoch kann es zu Wasser-Engpässen kommen. So auch in Radenthein.

Nach Feld am See: Nun auch Radenthein betroffen

Die Gemeinde-Verantwortlichen haben sich heute, Freitag, an die Stadt Villach gewandt und um Unterstützung mit Trinkwasserpaketen gebeten. „Selbstverständlich helfen wir, wo wir können“, sagt Bürgermeister Günther Albel. Kurzfristig wurden 500 Ein-Liter-Pakete und ein 500-Liter-Wassertank zur Verfügung gestellt. Dies ist bereits der zweite Fall von Nachbarschaftshilfe binnen weniger Tage: Erst am Mittwoch stellte Villach der ebenfalls von Unwettern betroffenen Gemeinde Feld am See 300 Wasser-Pakete zur Verfügung. 5 Minuten Villach hat berichtet.

Villach hat einzige Paketier-Anlage weit und breit

Die Anfragen kommen deswegen nach Villach, weil es nur hier eine Wasser- Paketier-Anlage gibt. Rund 3.000 Pakete sind ständig lagernd, um in Notfällen rasch helfen zu können. „Wir stehen jederzeit Gewehr bei Fuß. Das Wasser in Radenthein kann aber abgekocht verwendet werden. Unsere Trinkwasserpakete sind nur für den absoluten Notfall gedacht, wenn gar kein Wasser mehr zur Verfügung steht“, sagt Wasserreferentin Katharina Spanring.

Jahrhundertprojekt: Wasserschiene soll gebaut werden

Vorfälle wie jene in Feld am See und Radenthein zeigen für Bürgermeister Albel auch, wie wichtig die so genannte Zentralraum-Wasserschiene sein wird. Sie soll in den kommenden Jahren geplant und umgesetzt werden. Dieses Leitungssystem soll die Bürgerinnen und Bürger von 32 Gemeinden um die Städte Villach, Klagenfurt und St. Veit verlässlicher mit Trinkwasser versorgen. „Ein Jahrhundertprojekt“, sagt Albel – und meint damit nicht nur die Bedeutung, sondern auch die zeitliche Dimension: Die Arbeiten dürften bis zum Jahr 2100 dauern.

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Veröffentlicht am 08.06.2018, 14:23
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