5 Minuten - Leben
Veröffentlicht am 15.08.2018, 11:34

Kaum etwas im Wesen eines Menschen ist so stark verwurzelt, wie die Beziehung zur Mutter. Im Positiven wie auch im Negativen. Allerdings gelingt es nur den wenigsten, diese komplexe Beziehung zu konkretisieren: Was ist die Mutter, was bedeutet sie für das eigene Leben, wie hat sie es beeinflußt?

Wohltäterin oder Täterin?

Um die Begrifflichkeit der Mutter hat sich eine Aura des Geheimnisvollen gebildet, eine Art Mauer, hinter die man besser keinen Blick wirft, aus Angst, man könnte dabei etwas entdecken, das unter keinen Umständen entdeckt werden sollte. Was verbirgt sich hinter der Mauer? Wohltäterin oder Täterin? Die Beziehung zwischen Mutter und Kind ist großteils geprägt von „Images“, also von Vorstellungen, die man von der eigenen Mutter hat und von eigenen Projektionen, die man auf sie wirft. Dass Projekt soll die Möglichkeit schaffen, hinter die Fassade zu blicken und der Figur der Mutter die Chance zu geben, selbst einmal in Erscheinung zu treten, ihr quasi eine eigene Stimme zu verleihen. Wie sieht sie sich selbst, wie hätte ihr Leben unter anderen Umständen aussehen können, wer wäre sie gerne gewesen?

“Ausgangspunkt für das Projekt war die Tatsache, dass meine Mutter sich mit zunehmenden Alter immer öfter darüber beschwerte, nicht das Leben geführt zu haben, das sie gerne geführt hätte. Dass sie vermehrt von verpassten Chancen, von Aufopferung spricht, von Kompromissen, die sie eingehen musste, weil es die Kinder eben erforderten. Das hat mich darüber nachdenken lassen, wie denn ihr Leben unter anderen Umständen ausgesehen hätte”, so Harald Schwinger.

Vernissage & Ausstellung

  • Vernissage am Donnerstag, 30. August 2018
    19.00 Uhr Dinzlschloss
    Villach, Schloßgasse 11
  • Ausstellung bis 21. September 2018
    Öffnungszeiten Dinzlschloss: Mo.- Do. 8 – 12 u. 13 – 16 Uhr, Fr. 8 – 12 Uhr

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Veröffentlicht am 15.08.2018, 11:34
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