5 Minuten - Aktuell Kärnten
Veröffentlicht am 30.04.2020, 14:53

“Mit großer Verwunderung und Empörung haben wir die Nachricht aufgenommen, dass im Zuge einer geplanten Reaktivierung einer ehemaligen Bahnstrecke im Gailtal auf ein nachweislich höchst umstrittenes Mittel zur Unkrautbekämpfung zurückgegriffen werden soll”, zeigen sich die Bienenzüchter mit Landesobfrau Elisabeth Thurner betroffen. “Ein an und für sich sehr zu begrüßendes und sympathisches Vorhaben, verliert somit gleichzeitig ausnahmslos jeden positiven oder nachhaltigen Charakterzug”, halten die Züchter fest. Der Landesverband für Bienenzucht in Kärnten, er vertritt rund 3.500 Imkerinnen und Imker im Land (270 davon im Gailtal), ersucht in der Aussendung alle Zuständigen diesem Vorhaben umgehend Einhalt zu gebieten und Alternativen in Erwägung zu ziehen.

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Elisabeth Thurner vom Landesverband für Bienenzucht in Kärnten: “Geplanter Glyphosateinsatz Gailtalbahn ist bedenklich!”

Lebensraum für Insekten erhalten

“Gerade in den letzten Jahren wurde eigentlich äußerst erfolgreich ein vermehrtes Bewusstsein in der Bevölkerung geschaffen, wie wichtig es ist Lebensraum für unsere Insekten zu erhalten. Es wird auch mit viel Mühe und Einsatz versucht verlorengegangenen Lebensraum durch Bepflanzung mit insektenfreundlichen und heimischen Pflanzen wieder zu gewinnen”, hält Elisabeth Thurner vom Landesverband fest. Projekte, die einen Gifteinsatz auf einer Fläche von tausenden Quadratmetern (gemeint ist die Strecke von Jenig nach Kötschach) befürworten, seien eindeutig kontraproduktiv und äußerst bedenklich für unsere Umwelt. Sie stellen laut Thurner, den wertvollen nachhaltigen Tourismus, wie er im Gailtal bisher ohne Zweifel stattfindet, dermaßen in den Schatten.

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Veröffentlicht am 30.04.2020, 14:53
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