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Veröffentlicht am 10.06.2022, 15:19

Datenanalyse zeigt:

Hacker stahlen nicht nur Daten von Regierungs­­­mitgliedern!

Kärnten - "Die Täter könnten personenbezogene Daten aus der Landesverwaltung abgesaugt haben", bestätigt Gerd Kurath, Leiter des Landespressedienstes. Betroffen seien nicht nur Daten von Regierungsmitgliedern, sondern auch die Bereiche Aufenthaltsrecht, Asyl und Ehrenzeichenverleihungen.
von Tanja Janschitz1 Minute Lesezeit (221 Wörter)

Während das Land Kärnten nach dem Hackerangriff versucht, die Systemen schrittweise wieder hochzufahren, laufen auch die Datenanalysen weiter auf Hochtouren. Dazu veröffentlichte das Land am Freitag weitere Details: “Heute ist klar, dass die Täter mutmaßlich personenbezogene Daten aus der Landesverwaltung abgesaugt haben könnten“, erklärt der Leiter des Landespressedienstes, Gerd Kurath. Es bestehe auch die Möglichkeit, dass diese in weiterer Folge verändert oder in krimineller Absicht veröffentlicht werden könnten.

Weitere Personengruppen vom Datenklau betroffen

Unter anderem seien Daten von Niederlassungs- und Aufenthaltsbewilligungen für Fremde, sowie Dokumentationen des Aufenthaltsrechtes entwendet worden. Bis zu 80.000 Personen könnten betroffen sein, so Kurath. Es handle sich hier hauptsächlich um Namen und Adressen sowie Kontaktdaten. Auch könnten Daten von Personen betroffen sein, an welche Ehrenzeichen des Landes und Berufstitel verliehen wurden. „Gemeint ist alles, was an Dokumenten nötig ist, für den Erhalt eines Ehrenzeichens oder eines Berufstitels, sowie Kontaktdaten“, erklärt der Landespressesprecher. Hier sind möglicherweise 318 Personen betroffen, wie etwa 4.000 Kontaktdaten in der Datenbank.

Außerdem könnten Kontaktdaten und Arbeitsunterlagen von Mitarbeitern der Kärntner Landesregierung abgesaugt worden sein. Auch ist es möglich, dass Passkopien von rund 120 Mitarbeitern im Amt betroffen sein könnten. „Wir entschuldigen uns für diesen Vorfall”, heißt es heute seitens des Landes.

Hotline eingerichtet

Das Land Kärnten hat zudem eine Hotline eingerichtet, an die sich besorgte Bürger wenden können. Die Nummer 050 536 53 003 bis heute bis 15:30 Uhr, Samstag und Sonntag 8:00 bis 12:00 Uhr erreichbar. Ebenso wurde eine Email-Adresse eingerichtet: [email protected] eingerichtet. Auch der Datenschutzbeauftragte des Landes ist erreichbar unter [email protected], weil über den Landespressedienst natürlich nicht sämtliche Personen, die eventuell betroffen sind, genannt werden dürfen.

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