Stellvertreterposten wird ausgeschrieben
Ende Dezember 2022 nahm Bürgermeister Christian Scheider (Team Kärnten) vom Stadtrecht Gebrauch und verlängerte das Dienstverhältnis des Magistratsdirektors Peter Jost bis 2025. Damit trat er eine Welle der Kritik los, unter anderem stellten SPÖ, FPÖ und NEOS sein Handeln infrage. „Es ist an der Zeit, sich wieder der Sacharbeit zu widmen und den Herausforderungen der Stadt zustellen, anstatt sich nur auf ein Thema zu fokussieren und dieses aus wahlkampftechnischen Gründen künstlich aufzubauschen“, sagt Scheider dazu.
Der Bürgermeister bietet rund um die Vertragsverlängerung deshalb nun folgenden Kompromiss an: „Nach Rücksprache mit dem Magistratsdirektor, wird dessen Verlängerung neu diskutiert. Details werden mit allen Parteien besprochen, ich lade alle Fraktionen dazu ein, einen gemeinsamen konstruktiven Weg im Sinne der Stadt zu beschreiten. Zudem ist Dr. Jost dazu angehalten, seine Nachfolge einzuarbeiten und zu begleiten, damit dann eine saubere Übergabe erfolgen kann“, so Scheider. Dem zukünftigen Magistratsdirektor oder der zukünftigen Magistratsdirektorin sei eine ein bis eineinhalb-jährige Einarbeitungszeit zuzugestehen, um sich vollends auf diese Position vorbereiten zu können. „Dazu braucht es seine Zeit“, erklärt Scheider. Die Nachfolge von Dr. Jost soll im Frühjahr 2023 ausgeschrieben werden.
Im ersten Schritt wird nun ein Magistratsdirektor-Stellvertreter gesucht. Alle 36 Juristen der Stadt werden angeschrieben. „Eine öffentliche Ausschreibung, wie ich sie vorgeschlagen habe, ist, obwohl von vielen verlangt, nicht mehrheitsfähig. Ich habe daher eine interne Lösung in Auftrag gegeben“, erklärt der Stadtchef. „Wer bereit ist, diese Aufgabe zu übernehmen und sich dazu in der Lage fühlt, ist eingeladen, sich bis zum 27. Januar 2023 zu melden.“ Die Entscheidung, wer schlussendlich als Stellvertreter infrage kommt, trifft nach dem Erkundungsverfahren der Bürgermeister, denn die Zuständigkeit liege laut Stadtrecht bei Stadtoberhaupt.