Am Donnerstagvormittag wurde der neue Stützpunkt der SRK in Kalsdorf präsentiert. Für die festliche Umrahmung sorgte das Orchester der Polizeimusik Steiermark. Die steirischen Polizeiseelsorger Elisabeth Lienhart, Pfarrer Lukasz Wojtyczka und Pfarrer Erich Klein segneten die neue Dienststelle verbunden mit dem Wunsch, dass alle Bediensteten unverletzt von ihren Einsätzen in den neuen Stützpunkt einrücken und so wohlbehalten zu ihren Familien heimkehren mögen.
Die Schnellen Reaktionskräfte (SRK) setzen sich aus der Bereitschaftseinheit (BE) und den Schnellen Interventionsgruppen (SIG) zusammen. Der terroristische Anschlag in Wien Anfang November 2020 gab Anlass für die Gründung. Seit 2021 sind die Schnellen Reaktionskräfte nun auch fester Bestandteil der Steiermark und sollen damit die Regeldienstkräfte etwas entlasten. Zudem genießen sie eine besondere Ausbildung und Ausrüstung. Derzeit sind es 58 Polizisten und 32 Beamte, die das Team bilden. Nachdem es die SRK schon seit zwei Jahren gibt, wurde ein Stützpunkt für diese Spezialisten immer dringlicher. Diesen hat man nun aber in Karlsdorf gefunden. Insgesamt stehen dem Team rund 900 m² an geeigneter Raumfläche zur Verfügung. Aufgeteilt ist die Fläche in drei Trakte. Auch Dienststelleneröffnungen sind laut dem stellvertretenden Landespolizeidirektor Hofrat Alexander Gaisch in der Steiermark geplant.
Für das Bundesministerium für Inneres bekräftigte Abteilungsleiter Ministerialrat Siegfried Gundel in seiner Ansprache: „Innerhalb eines Jahres konnte die Implementierung der Schnellen Reaktionskräfte erfolgreich abgeschlossen werden, welche nun ihren festen Platz innerhalb der Organisation der Polizei gefunden haben. Hierbei hat die Steiermark eine Vorreiterrolle eingenommen und sich aktiv an der Umsetzung beteiligt.“ Als Vertretung des Landeshauptmannes der Steiermark, Christopher Drexler, fungierte der Bezirkshauptmann von Graz-Umgebung, Hofrat Andreas Weitlaner. Auch er betonte, dass Sicherheit heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr sei. „Die Komplexität der Krisen hat zugenommen. Daher spielt eine Dienststelle wie diese, die in der Lage ist, schnell und komplex zu reagieren, eine bedeutende Rolle und stellt eine wertvolle Bereicherung für die Sicherheit in der Steiermark dar“, so sein Fazit