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Veröffentlicht am 07.08.2023, 12:54

Medizinstudium:

"Weinende Maturanten verstehen die Welt nicht mehr"

Kärnten - „Was muss noch passieren, damit der Bund, allen voran Bildungsminister Polaschek, endlich reagiert und die Zugangsbeschränkung zum Medizinstudium erhöht?"kristisiert die Kärntner Gesundheitsreferentin Beate Prettner.
von Carolina Kucher1 Minute Lesezeit (212 Wörter)

Gesamtösterreich ringt um jede einzelne Ärztin, um jeden einzelnen Arzt, doch wir schicken mehr als 90 Prozent der Jugendlichen, die sich nichts sehnlicher wünschen, als Arzt und Ärztin zu werden, nach Hause“, so Prettner weiter.

Die Tür vor der Nase zugeschlagen

„Ich habe heute Anrufe von weinenden Maturantinnen und Maturanten erhalten, denen mitgeteilt wurde, dass sie nicht zu den glücklichen neun Prozent gehören, die ihr Medizinstudium im Herbst beginnen dürfen. Sie sind verzweifelt, verstehen die Welt nicht mehr. Ich verstehe sie ehrlich gesagt auch nicht mehr“, so Prettner. 11.735 der rund 15.400 angemeldeten Bewerber sind im Juli zum achtstündigen Aufnahmetest angetreten. Heute wurden die Ergebnisse bekannt: Nur 1.850 der knapp 12.000 Testkandidatinnen und -kandidaten dürfen jubeln, darunter rund 20 Prozent Nicht-Österreicher. Dem großen Rest wurde die Tür vor der Nase zugeschlagen.

“Das ist lächerlich”

„Seit zehn Jahren laufen wir sehenden Auges in einen hausgemachten Ärztemangel. Ich empfinde es als Hohn, wenn man auf einen schrittweisen Ausbau der Studienplätze um 200 bis zum Jahr 2028 verweist. Das ist lächerlich.“ Für Prettner ist klar: „Wir brauchen zumindest eine Verdoppelung der Medizinstudienplätze. Zusätzlich könnte der Gesundheitsminister Rahmenbedingungen schaffen, um die Absolventinnen und Absolventen zu verpflichten, einige Jahre dem öffentlichen Gesundheitswesen zur Verfügung zu stehen.“

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